Der Skywatcher Explorer-150PDS 

- Auspacken und Zusammenbau -

Der kleine Vixen-Newton R130Sf war nur bedingt fototauglich. Er hatte einen 1 1/4 Zoll Okularauszug mit einem T2 Kamera Direktanschluss. Das heißt, eine DSLR-Kamera konnte mit dem T2-Adapter nur aufgeschraubt werden und verblieb in einer bestimmten Stellung. Man hatte also nicht die Möglichkeit die Kamera frei zu drehen um sie an einem Objekt auszurichten. Bei kleinen Objekten kann man das vernachlässigen, bei großen Objekten wie der Orionnebel, Andromeda-Nebel, Plejaden oder Kometen mit langem Schweif ist das aber unabdingbar. Der 1 1/4 Zoll Auszug sorgte zusätzlich für eine ordentliche Vignettierung. Ein Schnellwechselring mit Schwalbenschwanz hätte das Problem mit der freien Drehung zwar gelöst, jedoch konnte der Fokus nicht mehr erreicht werden da zusätzlich Bauhöhe zwischen Kamera und Fangspiegel entstand. Es fehlte  beim Fokussieren ein kleines Stück nach innen. Der Newton ist eben für visuelles Beobachten ausgelegt. Einen kürzeren 1 1/4 Zoll Adapter mit passendem Gewinde für das Auszugsrohr war nicht zu bekommen. Auf der Abbildung oben ist der 1 1/4 Zoll Auszug mit dem T2-Gewinde zu sehen.

Kurzerhand entschied ich mich, den Vixen durch eine andere kleine, handliche Optik zu ersetzen. Die Wahl viel auf einen Newton von Skywatcher. Mit dem Explorer 130PDS bietet Skywatcher die selbe Optik mit 650 mm Brennweite an, sogar mit einem 2 Zoll Grayford-Auszug und auf Fotografie optimiert. Ich wählte dann aber doch den Explorer 150PDS mit 2 cm mehr Öffnung und 750 mm Brennweite. Auch diese Optik wird in zwei Versionen angeboten: Zu einem visuell ausgelegt, und zum anderen eine Fotooptimierte Version mit Grayford-Auszug und 1:10 Mikrountersetzung sowie genügend Backfokus für alle gängigen Kameras. 150 mm Öffnung bei 750 mm Brennweite ist auch mit montiertem Leitrohr ein noch sehr handliches und leichtes Instrument.

Der Skywatcher-Newton Explorer-150PDS, wird in einem stabilen Karton geliefert. Darin befindet sich ein weiter Karton mit der Optik. Der Tubus wird sicher durch 4 Styroporform-Einlagen im Karton fixiert, mit einer Lage Schutzpapier umwickelt und in Folie eingeschlagen. Die Rohrschellen und die Schwalbenschwanzschiene im Vixen GP-Level sind bereits vormontiert. Weiter im Karton befindet sich die Bedienungsanleitung in Englisch und ein Karton mit dem Zubehör.

 

   

 

 

 

Das Zubehör - im Bild unten links, besteht aus dem 6x30-Sucherfernrohr, einem 2-Zoll Okular mit 28 mm Brennweite, einer 2-Zoll Verlängerungshülse und etwas Werkzeug. Die Abbildung rechts, zeigt den komplett mit dem Zubehör bestückten Newton.

 

 

   

 

 

 

Unten links der 2-Zoll Grayford Auszug, bei entferntem Reduzierstück kann eine Kamera mit einem Schwalbenschwanzring oder Kameraadapter angeflanscht werden. Rechts auf dem Bild der von 2 auf 1 1/4-Zoll Reduzierer mit Okularaufnahmehülse.

 

 

   

 

 

 

Im Bild unten links, ist die Justiervorrichtung zu sehen. Die großen Schrauben üben Zug und Druck auf den Hauptspiegel aus und bewegen ihn somit. Die kleinen Schrauben dienen zur Arretierung des Spiegels. Im Bild rechts, sieht man die 3-Zoll Adapterschiene, die gerade so von der Länge her auf die vorhandene Schwalbenschwanzschiene passte.

 

 

   

 

 

 

Nach dem Zusammenbauen erfolgte dann noch die Montage des Leitrohrs auf den Tubus. Interessanter Größenvergleich auf der Abbildung rechts: Links der Skywatcher Explorer 200PDS (200/1000 mm), in der Mitte der hier beschriebene Skywatcher Explorer 150PDS (150/750 mm), und rechts der Vixen R130Sf (130/650 mm).